THEMA // CROWD


Wie wollen wir morgen leben? Eine Frage, die in diesem Jahr vielleicht so relevant ist wie noch nie. Die Welt ist unordentlicher, fiebriger, vielstimmiger geworden – wir stehen inmitten einer historisch offenen 
Gegenwart: Die Zukunft erwartet Gestaltung. 

Auch 2021 will das MS ARTVILLE erkunden, wie heute und morgen aussehen. 

Das Festival für urbane Kunst von und für morgen versammelt hierfür Werke, Stimmen, Diskurse und Momente: die CROWD. 

Denn das Heute oszilliert zwischen Nähe und DistanzWir fühlen uns angesichts eines geteilten Schicksals verbunden, doch verharren in Kontaktreduzierung. Wir informieren und vernetzten uns immer schneller, doch auch die Mauern und Trennlinien wachsen. Wir sind ebenso Individuen wie eine*r von vielen; doch allein werden wir es nicht schaffen. 

Das Heute ist Katastrophe und Hoffnung zugleich: Die Pandemie hat uns bisherige Gewissheiten geraubt und zugleich bewiesen, wie resilient und kreativ Menschen sein können. Wir stehen auch weiterhin vor großen Herausforderungen – Klimawandel, Ungerechtigkeit, autoritär-reaktionäre Politik. Doch auch gerade deshalb ist die Zukunft eine Chancees gemeinsam besser zu machen. 

Die Frage nach der Zukunft lässt sich nur von uns allen beantworten. Wir wollen gemeinsame Positionen suchen, urbane Kunst von und für morgen erarbeiten und befragen. Wir wollen einen diskursiv-künstlerischen Raum (be)leben und diesen Prozess mit allen teilen, zelebrieren, erkunden. Wir wollen eine Gemeinschaft sein, die die kommende Vielfalt sucht und prägt: die CROWD. 

Denn die CROWD ist Kunst.
Wir glauben nicht an eine strikte Trennung zwischen Kunst-Schaffenden und -Rezipierenden: Gerade das gemeinsame Erleben und Erschaffen machen das MS ARTVILLE aus. Wir glauben daran, dass Kunst ebenso heutige Gewissheiten in Frage stellen wie morgige Möglichkeiten ins Leben rufen kann. Dafür versammeln wir in der CROWD Künstler*innen, die diese Werke, Interventionen und Momente erschaffen und ebenso Besucher*innen, die diese wahrnehmen und wirken lassen. 

Denn die CROWD ist Diskurs.
Wir glauben nicht an eine Zukunft, die unhinterfragt entsteht: Gerade Zeiten, die noch nicht da sind, können geprägt werden, gerechter und vielfältiger gemacht werden. Wir suchen Heterogenität, Widerspruch und gemeinsames Nachdenken.  Die CROWD ist Debatten- und Diskursplattform, in der wir mit vielstimmigen Impulsen, einem Symposium und allen Interessierten gemeinsam nachdenken, was die Gegenwart auszeichnet und die Zukunft erwartet. 

Denn die CROWD ist Partizipation.
Wir glauben nicht an eine Hierarchie der Teilnehmer*innen und Besucher*innen: Die CROWD ist anti-autoritär, zugänglich und offen. Wir laden dazu ein, Teil zu werden. Wir wollen keinen unkritischen Kunst-Konsum, sondern eröffnen Räume für kreative Mitarbeit und diskursive Auseinandersetzung. Es ist unser aller Gegenwart und Zukunft – so sollte sie auch klingen. 

Denn die CROWD ist ein Festival.
Wir glauben nicht, dass man keinen Spaß haben darf, wenn man Kunst machen will: Vielmehr wollen wir im Sommer ebenso die Gegenwart, die CROWD und die Zukunft feiern. Wir wollen uns austauschen, aufeinander treffen, Momente sammeln und jede*n einladen, das mit uns zu tun – Teil der CROWD zu werden. 

 

Denn die CROWD ist, was das MS ARTVILLE 2021 und darüber hinaus prägt:
Eine offene, inklusive und partizipative Gemeinschaft, die zusammen Kunst produziert, Debatten führt und ein wunderbares Festival für urbane Kunst von heute und morgen feiert. Die CROWD ist eine erste Antwort auf die Frage, die uns leitet: Wie wollen wir morgen leben?

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