Zukunft ist machbar – aber wie beeinflussen wir sie, heute und morgen?

In Zeiten von zunehmendem Populismus und gleichzeitiger Erosion politischer Inhalte, gewinnt Kunst als kritisch reflektierender Gesellschaftsspiegel zunehmend an Bedeutung. Klassische Demonstrationen und Transparente, die Jahrzehntelang Ausdruck schlechthin des politischen Protests waren, haben ausgedient und erzeugen weder mediale Aufmerksamkeit noch scheinen die komplexen Inhalte noch transportieren zu können. Neue kreative Formen des Protests sind gefragt, neue Protagonist*innen an der Schnittstelle von Kunst, Aktivismus und Medienwirksamkeit erobern die Protestlandschaft. In den letzten Jahren hat sich dabei ein neues Genre von kreativem Aktivismus als Hybrid aus Kunst und Protest entwickelt, das inhaltliche Kritik und Aktionskunst verbindet und gleichzeitig medienwirksam vermittelt. Dabei werden durch Kunst bewusst und ganz gezielt bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen und soziale Ungleichgewichte innerhalb der Gesellschaft thematisiert und öffentlich zur Diskussion gestellt.

Vor allem neue digitale öffentliche Räume nehmen eine Schlüsselrolle in der Praxis neuartiger künstlerischer Protestformen ein. Das Internet und der digitale Raum sind nicht nur zentraler Austragungsort und Wirkstätte des kreativen Protests geworden, sondern soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook werden ganz gezielt als strategisches Werkzeug eingesetzt. Künstlerischer Protest und subversive Interventionen scheinen dabei auf den rauen Ton stumpfer Hass-Parolen im Netz eine der wenigen effektiven Gegenstimmen zu sein. Nicht zuletzt ist der digitale Raum zum Ausgangspunkt des kreativen Protest geworden, wo er geplant und crowdfinanziert wird, um anschließend aus dem virtuellen Raum hinaus in die reale Welt hineinwirkt.

Während der zweitägigen Veranstaltung „The Art of Protest“ werden die zentralen Protagonisten*innen der deutschen und internationalen „Artivism-Szene“ im Rahmen des MS ARTVILLE Festivals in Hamburg an einem Ort versammelt. Gemeinsam mit einem breitgefächerten Publikum werden die Möglichkeiten, Grenzen und Wirkweisen neuer kreativer Protestformen erforscht, diskutiert und gemeinsam vor Ort ausprobiert, um auf kreative und friedliche Weise selbst politisch aktiv zu werden.

Das Symposium findet im Rahmen des MS ARTVILLE RICHTFEST am 20. Juli 2019 statt, der Eintritt hierfür kostet 5 Euro und am Tag danach geht’s direkt weiter mit dem The Art of Protest :: Workshop.

Bühne I:

15:00 bis 18:30 Uhr: Neue Formen und (digitale) Räume des Protests

Vorträge und Podiumsdiskussion von und mit: ANNE WIZOREK ⦂ PENELOPE KEMEKENIDOU ⦂ ZENTRUM FÜR POLITISCHE SCHÖNHEIT ⦂ PENG! KOLLEKTIV ⦂ VERMIBUS

Bühne II:

15:00 bis 18:00 Uhr: Artist Perspectives

Artist Lectures, Screenings, Vorträge und Podiumsdiskussion von und mit: PARSE/ERROR ⦂ WE ARE VISUAL ⦂ THE WA

Interaktive Ausstellung

Begleitend zum Symposium gibt es eine interaktive Plakat-Ausstellung der jungen Street Art und Plakat-Künstlerin BARBARA. Die anonyme Kunstaktivistin und Grimme Online Preisträgerin kommentiert seit über fünf Jahren mit kritischen Statements die gesellschaftliche Entwicklung mit Plakaten im öffentlichen Raum, die bereits unzählige Nachahmer*innen zum kreativen Protest animiert haben.

Workshops

Du willst selbst aktiv werden? Beim DIY Plakat Druck mit dem Adbusting-Kollektiv DIES IRAE (lat. „Tag des Zorns“) kannst Du während des gesamten Symposiums selbst aktiv werden und Deine eigenen Plakate drucken, die Du anschließend mit nach Hause nehmen und in der Stadt verkleben kannst. Das reicht Dir noch nicht? Beim Kreativworkshop hast Du die Möglichkeit deine eigenen Protestschilder zu bauen und damit aktiver Teil der Hamburger „Fridays for Future“-Bewegung zu werden.

Wir danken der Umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V., der Rudolf Augstein Stiftung und der Behörde für Kultur und Medien für ihre Unterstützung!


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